Der offene Projektwettbewerb umfasste die Projektierung einer genossenschaftlichen Wohnsiedlung mit 54 Wohnungen im Geissenstein Quartier, Luzern. Die solide ortsbauliche wie typologische Grundstruktur der Bestandsbauten führte zu einer vertieften Ausseinandersetzung mit Verhältnismässigkeiten und der Ökonomie der Mittel. Entgegen der Auslobung entschieden wir uns für einen substanziellen Erhalt der Gesamtüberbauung. Die entwerferische Arbeit bestand aus erweiternden, präzisierenden bzw. umdeutenden, die Grundisposition des Bestandes stets wahrenden Massnahmen. Aus der Typologie der Bestandsbauten entwickelt schlagen wir eine Aufstockung um bis zu zwei Vollgeschosse und die Erweiterung durch Verbindungsbauten. Erdgeschossig ergeben sich im Bereich der Erweiterung grosszügige öffentliche Passagen. In den Obergeschossen verbindet die Erweiterung die Baukörper der Bestandbauten und bildet für die Familienwohnungen an der Nahtstelle von Alt- und Neu eine spezifische Wohnlandschaft. Zur Reduktion Lasteintrag und Minimierung Bestandsertüchtigung werden sämtliche Erweiterungs- wie auch Aufstockungsmassnahmen als konstruktiver Holzbau vorgeschlagen.